Wolkig
So 6.6.
13/18°
Bedeckt, Regen
Sa 7.6.
14/15°
Bedeckt
Mo 8.6.
13/15°

České Budějovice - Stadtbesichtigung
- Der südöstliche Teil des Stadtzentrums

Weiter geht es durch die Straße Dr. Stejskal in Richtung Marktplatz, wir biegen allerdings gleich wieder rechts in die Široká Straße ab. Noch zuvor kann man allerdings links das funktionalistische Eckgebäude des Kaufhauses Brouk a Babka bewundern. Es ist ein Werk des Budweiser Architekten Karel Chochola. Zur Zeit seiner Eröffnung 1935 war es das größte Kaufhaus Südböhmens.

Platz Senovážné náměstí

České Budějovice - Die Kirche Hl. Familie am Bischofsgymnasium auf dem Platz Senovážné náměstí, Foto: Archiv Vydavatelství MCU s.r.o.Durch die Široká Straße gelangen wir zum Biskupské gymnázium (Bischofsgymnasium), das in dem Gebäudekomplex des ehemaligen Waisenhauses untergebracht ist. An den Gebäudekomplex liegt die 1888 fertiggestellte neugotische Kirche Hl. Familie an. Das Bischofsgymnasium erstreckt sich über eine der Seiten des Platzes Senovážné náměstí. Sein markantester Punkt ist das prunkvolle, zwischen 1898 und 1901 im Neorenaissance-Stil erbaute Südböhmische Museum. Wenn Sie Lust und Zeit haben, können Sie eine der thematischen Ausstellungen besuchen oder sich die bemerkenswerte Dauerausstellung zur Geschichte der Stadt und der südböhmischen Natur ansehen.

Absolut sehenswert ist das zwischen 1967 und 1971 errichtete Kulturhaus Metropol, der größte Kulturkomplex der Region Südböhmen. Von dem Platz Senovážné náměstí trennt das Kulturhaus jedoch die stark befahrene Straße Na Sadech.

An dem Bischofsgymnasium vorbei gelangt man zum Hauptpost-Gebäude. Davor steht ein interessantes Element der Budweiser Kleinarchitektur - eine meteorologische Säule. Sie wurde 1925 auf Kosten des hiesigen Vereins zur Verschönerung der Stadt errichtet.

Otakar Jeremiáš Konzertsaal

České Budějovice - Die Kirche St. Anna, der Veranstaltungsort für klassische Konzerte in Budweis, Foto: Archiv Vydavatelství MCU s.r.o.Von hier aus geht es durch die Straße Karl IV. zurück in Richtung Marktplatz, wir biegen jedoch davor in der Kněžská Straße nach rechts ab. Hier sieht man auf der linken Seite die ehemalige Brauerei, rechts gegenüber dann das Haus U Smetanů aus dem Jahre 1914. Es geht weiter durch die Kněžská Straße an der Kirche St. Anna vorbei. Die Kirche entstand im 17. Jahrhundert als Bestandteil des 1784 durch Josef II. aufgelösten Kapuzinerklosters. Die Kirche wird wegen ihrer hervorragenden Akustik seit 1988 als Konzertsaal genutzt. Als solcher fasst sie über 200 Zuschauer. Der Konzertsaal wurde nach dem Komponisten Otakar Jeremiáš (1892 - 1962) benannt.

Todesangst-Christi-Kapelle

Die Kněžská Straße führt uns nach kurzer Zeit zur Kanovnická Straße. Diese Stelle sollte uns bekannt vorkommen - richtig! Wir sind zurück an der Barockkirche St. Nikolaus. Diesmal machen wir allerdings noch einen Halt in der Todesangst-Christi-Kapelle an der Kirche bzw. ein paar Meter von deren Presbyterium (Chor) entfernt. Die zwischen 1727 und 1731 erbaute Kapelle wurde 1785 aufgelöst. Wieder erneuert wurde sie durch Bischof Jan Valerian Jirsík (1798 - 1883), dessen Bronzestatue von J. V. Myslbek (übrigens das einzige Werk Myslbeks in Südböhmen) am Fuß des Schwarzen Turms steht. Unter der Kapelle befindet sich ein eingemauertes Knochenhaus.

In der Kanovnická Straße kann man die verglaste Front des Kaufhauses U Sadovských bewundern - ein weiteres schönes Beispiel funktionalistischer Architektur. Von der kathedralartigen Kirche St. Nikolaus geht es zurück zum Přemysl-Ottokar-II. Platz, wo unsere Kennenlerntour durch das historische Zentrum von Budweis auf den Spuren der wichtigsten Sehenswürdigkeiten endet.