Bedeckt
Fr 15.11.
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Wolkig
So 16.11.
8/11°
Bedeckt
Sa 17.11.
6/13°

České Budějovice - Stadtbesichtigung
- Sehenswürdigkeiten außerhalb der Altstadt

Die Besichtigung der einst hinter dem unüberwindbaren Mauerring verborgenen Innenstadt endet hier. Auch die anderen Stadtviertel bieten jedoch interessante Sehenswürdigkeiten, die man sich bei einem Besuch der südböhmischen Metropole nicht entgehen lassen sollte.

Lange Brücke

Geht man durch die Straße Husova třída weiter, gelangt man zu der sog. Langen Brücke (Dlouhý most) über die Vltava (Moldau). Die ersten urkundlichen Erwähnungen einer Brücke dieses Namens stammen aus dem Jahr 1369, ihre heutige moderne Gestalt entstand jedoch erst 1998. Die 94 Meter lange Brücke verfügt über ästhetisch wirksame ovale Entlastungsöffnungen in den dünnen Stahlwänden, an denen die Brücke eingehängt ist.

Lannova loděnice

České Budějovice - die in Budweis 2011 wieder aufgenommene Personenschifffahrt auf der Moldau  hat eine rühmliche Tradition, Foto: Archiv Vydavatelství MCU s.r.o.Rechts hinter der Brücke, am linken Flussufer, ist die ehemalige Lanna Schifffahrtsanlage aus der Mitte des 16. Jahrhunderts zu sehen. Heute gewinnt der Ort durch die zunehmende Schiffbarkeit der Moldau wieder an Bedeutung. In der Saison legen die Schiffe täglich im Budweiser Lanna-Hafen unter der Langen Brücke (Dlouhý most) ab. Eine Schiffsfahrt bietet ungewöhnliche Blicke auf die Stadt Budweis, eine Durchfahrt durch die Schleuse in České Vrbné (Böhmisch Fellern) und eine völlig neue Blickperspektive auf das Schloss Hluboká von der Moldau aus.

Die in Budweis 2011 wieder aufgenommene Personenschifffahrt hat auf der Moldau eine rühmliche Tradition. Sie ist mit den Schiffsbaumeistern aus der Familie Lanna verbunden. Manch einer wäre heute von dem damaligen Verkehrsaufkommen überrascht. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden hier allein innerhalb eines Jahres bis zu 760 Schiffe vorwiegend nach Prag, manchmal auch nach Děčín (Tetschen) oder Deutschland abgefertigt. Interessant war auch die Ladung: Sie bestand vor allem aus Salz oder Getreide, gefolgt von Graphit, Gips, Holzbrettern und Handelsware.

Wehr Jiráskův jez

Von der Langen Brücke (Dlouhý most) sieht man stromaufwärts das mächtige, 1932 erbaute Wehr Jiráskův jez. Es staut die Moldau um fast 5 Meter an und wird auch für ein Wasserkraftwerk genutzt. Das Wehr Jiráskův jez wurde nicht, wie häufig falsch angenommen, nach dem Schriftsteller Alois Jirásek benannt. Sein Namensgeber ist Ing. Antonín Jirásek, Baurat und Planer dieses Wasserwerks.

Insel Sokolský ostrov

České Budějovice - Die Schwimmhalle auf der Insel Sokolský ostrov, Foto: Archiv Vydavatelství MCU s.r.o.Bleibt man am rechten Ufer der Moldau, gelangt man von einer der senkrecht zur Straße Husova třída verlaufenden Straßen auf die Insel Sokolský ostrov. Die Insel hieß früher Schnarcher- Insel oder Dominikanerinsel (sie wurde bei der Gründung der Stadt 1265 den Dominikanern zum Geschenk gemacht). Die endgültige Form der Insel entstand erst zwischen 1928 und 1931 im Zuge der Regulierung der Moldau. Auf der Insel befinden sich die Schwimmhalle, das Leichtathletikstadion, Tennisplätze und das Vereinshaus der Turnbewegung Sokol. Sehenswert ist vor allem das Schwimmhallengebäude aus dem Jahre 1971, dessen Konstruktion seinerzeit die modernste Bautechnologie darstellte. Durch ihre Lage abseits des lebhaften Zentrums und das angenehme Ambiente ist die Insel Sokolský ostrov der ideale Ort, um bei Spaziergängen Erholung und Entspannung zu finden.

Straße Lannova třída

České Budějovice - Das Gebäude der ČSOB-Bank in der Straße Lannova třída, Foto: Archiv Vydavatelství MCU s.r.o.Die Straße Lannova třída ist heute eine Fußgängerzone und Einkaufsmeile. Die Straße verbindet seit Beginn des 20. Jahrhunderts den Bahnhof (die Bahnhofstraße - Nádražní ulice) mit dem Stadtzentrum. Sie hieß früher Stará silnice (Alte Straße), später dann bis 1989 Maršála Malinovského (Marschall-Malinowski-Straße). Die Straße Lannova třída wird überwiegend von Jugendstilhäusern gesäumt, von welchen sich das zwischen 1976 und 1979 erbaute Kaufhaus Prior abhebt. Bei der Bombardierung der Stadt gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurden viele der ursprünglichen Häuser in der Straße zerstört. Ende des 20. Jahrhunderts entstanden hier einige gelungene moderne Bauten (das Gebäude der Energiewerke Jihočeská energetika, der Anbau der ČSOB-Bank u. a.).

Bahnhof in České Budějovice

Der Bahnhof wurde gleichzeitig mit der Errichtung der Bahnverbindung nach Pilsen erbaut. Er wurde 1868 in Betrieb genommen. Durch den ständig wachsenden Bahn-Verkehr reichte das bestehende Gebäude mit der Zeit jedoch nicht mehr aus, deshalb wurde ein neuer Bahnhof für den Personenverkehr errichtet. Der neue Bahnhof mit der im Neorenaissancestil mit Jugendstilelementen errichteten Bahnhofshalle wurde 1908 eröffnet.