Wolkig
So 6.6.
13/18°
Bedeckt, Regen
Sa 7.6.
14/15°
Bedeckt
Mo 8.6.
13/15°

České Budějovice - Stadtbesichtigung
- Uferstraße Zátkovo nábřeží

Verlässt man die Innenstadt durch die Hronznova Straße, gelangt man ans Ende eines Altarms der Malše (Maltsch). Hier beginnt die Uferstraße Zátkovo nábřeží. Auf der rechten Seite kann man den markant hohen Giebel der sog. Vordermühle sehen. Das fünfstöckige Gebäude entstand in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts, allerdings stand an dieser Stelle bereits im 13. oder 14. Jahrhundert eine Mühle. 2009 wurde das Gebäude zu einem Vier-Sterne-Hotel umgebaut.

Altarms in Richtung Zusammenfluss von Vltava (Moldau) und Malše (Maltsch) aufbricht, kann man einen kurzen Abstecher in die entgegengesetzte Richtung machen.

Rabensteiner Turm

České Budějovice - Rabensteiner Turm, Foto: Archiv Vydavatelství MCU s.r.o.Durch die Mlýnská Straße (entlang der Vordermühle) gelangt man nach kurzer Zeit zum schmalsten Haus der Stadt. Das Haus war früher der Pfeiler eines der Stadttore. Es steht dort, wo an die Mlýnská Straße rechts die Panská Straße anknüpft. Dort, wo beide Straßen aufeinander treffen, steht auf einem kleinen Platz der mächtige Rabensteiner Turm. Der im 14. Jahrhundert errichtete Turm war ein Bestandteil der westlichen Stadtbefestigung. Er diente auch als Stadtkerker und hatte deshalb im Erdgeschoss ursprünglich keinen Eingang, sondern war über eine in den ersten Stock führende Leiter zugänglich. Im 19. Jahrhundert wurden in dem Turm mehrere kleinere Stadtwohnungen errichtet, heute ist hier eine Ausstellung von Repliken historischer Waffen untergebracht.

Uferstraße Zátkovo nábřeží

Der Spaziergang über die von einer Zwingermauer gesäumten Uferstraße Zátkovo nábřeží bietet interessante Ausblicke auf den hinteren Teil des Dominikanerkonvents. Über die den Altarm der Malše (Maltsch) überspannende Holzbrücke gelangt man auf die Insel Sokolský ostrov. Diesen Punkt werden wir uns jedoch für später aufheben.

Eiserne Jungfrau

České Budějovice - mächtiger gotischer Vierkantturm, bekannt als die Eiserne Jungfrau, Foto: Archiv Vydavatelství MCU s.r.o.Am Gymnasium in der Česká Straße vorbei geht es über die Uferstraße weiter bis zu den zwei bedeutenden Überresten der ehemaligen Stadtbefestigung. Der erste davon ist die als Ottokar-Turm, kurz Otakarka, bekannte halbrunde Bastion im Bischofsgarten. Die zweite erhaltene Bastion ist ein mächtiger gotischer Vierkantturm, bekannt als die Eiserne Jungfrau. Der früher als Spilhaybl bezeichnete Turm wurde im 14. Jahrhundert erbaut, seine heutige Gestalt entstand durch einen Umbau im Jahre 1612.

Der Name Eiserne Jungfrau ist auf das gleichnamige Folterinstrument zurückzuführen, das in dem Turm angeblich untergebracht war. Heute findet man hier eine Nachbildung des Folterinstruments sowie ein Faksimile eines Briefes eines der letzten Budweiser Henker. Sein Name war Hermann und seine „nette“ Aufgabe war es, dem Verurteilten etwas abzuhacken, abzureißen oder abzubrechen. Mit dem erwähnten Brief bietet er diese Dienste den „Gnädigsten Vätern der Stadt Jindřichův Hradec“ an. Man schrieb das Jahr 1757 ...

Sternwarte mit Planetarium České Budějovice

Sternwarte und Planetarium České Budějovice, Foto: Archiv Vydavatelství MCU s.r.o.Nun sind wir schon an der Eisernen Brücke (Železný most) angelangt. Hier verlassen wir kurz das Stadtzentrum und überqueren die Brücke zum anderen (linken) Ufer der Malše (Maltsch). Gleich hinter der Brücke geht es nach rechts in einen kleinen Park, wo man sich ausruhen oder eine der regelmäßigen interessanten Ausstellungen in der Budweiser Sternwarte mit Planetarium besuchen kann. Bei schönem Wetter finden hier für gewöhnlich Sonnenbeobachtungen statt. Bemerkenswert ist auch der Platz, an dem die Sternwarte steht - nur ein paar Meter von hier trifft der längste tschechische Fluss Vltava (Moldau) auf die Malše (Maltsch).

Von hier aus geht es zurück zur Eisernen Brücke (Železný most), wir verbleiben allerdings noch kurz am linken Ufer der Malše (Maltsch) und gelangen entlang des Justizpalastes (Sitz des Bezirks- und Kreisgerichts und Haftvollzugsanstalt) aus den Jahren 1902 - 1904 zu der für Fußgänger vorgesehenen Goldenen Brücke. Über diese Brücke erreichen wir wieder das Stadtzentrum.

Südböhmisches Theater České Budějovice

Von hier aus kann man das bemerkenswerte Gebäude des Südböhmischen Theaters sehen. Das Theatergebäude wurde 1819 an der Stelle eines ehemaligen Bierlagers der städtischen Brauerei errichtet, in dem ab 1764 das erste provisorische deutsche Stadttheater fungiert hatte. Seit 1919 treten hier professionelle tschechische Theater- und Opernensembles auf.

Das heutige Südböhmische Theater bietet vier Sparten - Ballett, Schauspiel, Puppenspiel und Oper. In der Theatersaison (September - Mai) werden auf drei Szenen (historisches Gebäude, Kulturhaus Metropol und das Kleine Theater) jedes Jahr bis zu 350 Vorstellungen aufgeführt. In den Sommermonaten nutzen die Ensembles als vierte Szene das berühmte und beliebte Drehtheater in Český Krumlov (Krumau).

Ein paar Schritte weiter, die Malše (Maltsch) stromaufwärts, steht das Haus Slavie aus dem Jahre 1872. Es hieß zuerst das Deutsche Haus, später dann das Armeehaus („Armáďák“). Heute gehört Slavie zu den Zentren des Budweiser Kultur- und Vereinslebens.