Wolkig
So 6.6.
13/18°
Bedeckt, Regen
Sa 7.6.
14/15°
Bedeckt
Mo 8.6.
13/15°

České Budějovice - Stadtbesichtigung
- Umgebung des Přemysl- Ottokar-II.-Platz

Durch die Straße U Černé věže gelangt man zum Nordrand der Altstadt.

Haus Wortner

Ein paar Meter weiter steht auf der rechten Seite das nächste der einstigen prunkvollen Bürgerhäuser - das Haus Wortner. Benannt wurde es nach seinem Besitzer aus dem 19. Jahrhundert. Der Renaissance-Ursprung des Gebäudes reicht jedoch bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts zurück. Die Attika wird mit Zinnen und Ecktürmchen abgeschlossen.

Durch die Straße U Černé věže gelangt man bis zu dem (vermutlich) künstlich angelegten Wassergraben Mlýnská stoka, der die Stadt im Osten und Norden schützen sollte. Auf der anderen Seite des kleinen Kanal-Stegs liegt der Stadtpark. Wir setzen jedoch unseren Spaziergang rechts durch die schmale Gasse Hradební ulice fort. Diese führt uns bis in die Krajinská Straße.

Haus Zátka

Gleich am Anfang der Krajinská Straße findet man das pompöse Haus Zátka, in dem heute ein gleichnamiges Hotel untergebracht ist. Das Haus entstand durch einen im Stil der Renaissance erfolgten Umbau mehrerer ursprünglich gotischer Häuser, die einst ein wichtiger Bestandteil der Stadtmauer waren. Im Hausinneren findet man eine gotische Wandmalerei vom Beginn des 16. Jahrhunderts, die zu den besterhaltenen Wandmalereien in der Stadt gehört. In diesem Haus kam 1847 der berühmte Budweiser Unternehmer und Politiker Dr. jur. August Zátka zur Welt.

In der Krajinská Straße sind jedoch noch einige weitere interessante Häuser zu finden: die moderne Architektur wird durch das funktionalistische Haus Haišman repräsentiert, den Kubismus vertritt wiederum das Haus Nr. 37 und die Renaissance das Haus Nummer 41.

Masné krámy (Fleischbank)

Die berühmte Bierhalle Masné krámy (Fleischbank) befindet sich in einem historischen Gebäude im Zentrum von České Budějovice (Budweis)., Foto: Archiv Vydavatelství MCU s.r.o.Durch die von überwiegend klassizistischen Gebäuden gesäumte Krajinská Straße gelangt man nach kurzer Zeit zu der nächsten bekannten Budweiser Sehenswürdigkeit - der ehemaligen Fleischbank (masné krámy). Das über einen Hintergiebel im Renaissancestil und einen Basilika-Grundriss (bestehend aus drei „Schiffen“, wobei das mittlere höchste Schiff mit kleinen Fenster versehen ist) verfügende Gebäude entstand in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts als Verkaufsstelle der hiesigen Metzger. Ihrem Zweck diente die Fleischbank bis Ende des 19. Jahrhunderts. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog man ihren Abriss in Erwägung. Schließlich wurde hier jedoch 1953 das Restaurant Masné krámy errichtet, das bald zu einem Wahrzeichen der Stadt wurde. Heute ist die traditionelle Wirtschaft vor allem bei Liebhabern des Budweiser Budvar beliebt.

Direkt gegenüber an der Ecke der Krajinská und Hroznová Straße steht das zwischen 1912 und 1913 im Jugendstil erbaute monumentale palaisähnliche Gebäude der städtischen Sparkasse. Heute befindet sich dort eine Filiale der Bank Komerční banka. Bemerkenswert ist auch das reichhaltig verzierte Innere des Gebäudes.